Editorial
Per 1. Januar 2026 tritt das zweite Paket des sogenannten «Mantelerlasses» in Kraft – mit neuen Anforderungen, aber auch Chancen für Energieversorger in der Schweiz. Verteilnetzbetreiber müssen regulatorische Vorgaben umsetzen, immer mehr auch Netzengpässe und Ausgleichsenergie steuern, den Netzausbau vorantreiben und den Smart-Meter-Rollout weiterführen.
Auch wir bei esolva wachsen mit den Anforderungen der Branche. Mit modularen, skalierbaren Services unterstützen wir Energieversorger im Meter-to-Cash-Prozess, im Engineering sowie in den Bereichen Elektrosicherheit und IT-Security – praxisnah und abgestimmt auf die regulatorischen Rahmenbedingungen. Unsere Expertinnen und Experten begleiten die Ausgestaltung eines zukunftsfähigen Netzbetriebs mit smarten Lösungen und kompetenter Beratung.
Neu sind wir auch in Mägenwil (AG) und an einem anderen Standort in St. Gallen präsent und damit näher bei unseren Kundinnen und Kunden.
Wir wünschen euch eine besinnliche Adventszeit und freuen uns auf ein spannendes Jahr 2026.
Eine Vision, 65’000 Zähler: komplexer Smart-Meter-Rollout
Gemeinsam stark: Repower und esolva beim Smart-Meter-Rollout
Im Rahmen der Energiestrategie 2050 sind sämtliche Energieversorger der Schweiz verpflichtet, ihre Zählerinfrastruktur auf Smart Meter umzurüsten. Repower hat sich für die Umsetzung dieser Vorgaben mit esolva eine verlässliche und regional verankerte Partnerin an Bord geholt. In gemeinsamer Zusammenarbeit schreitet das Projekt planmässig und mit innovativen Lösungen voran. Um die Anfahrtswege zu den Installationsorten kurz zu halten, wurde sogar der esolva-Standort in Küblis ausgebaut.
Von langer Hand geplant
Bereits 2017 lancierte Repower den Smart Manager – ein selbst entwickeltes Gateway zur Erfassung von Zählerdaten und Steuerung von Flexibilitäten. Nach einer Pilotphase und Weiterentwicklung begann 2022 – mit Unterstützung von esolva – die operative Umsetzung: Erste Quartiere wurden erfolgreich mit Smart Metern ausgerüstet. Ein Jahr später startete der Rollout in mehreren Gemeinden im Netzgebiet Prättigau und ab diesem Jahr werden auch Gemeinden in den zwei weiteren Netzgebieten Surselva und Engadin ausgerollt. «Es freut mich, dass die Zählerinstallationen mit esolva in unserem Smart-Meter-Rollout so gut laufen. Wir können dabei auf die etablierte und gute Zusammenarbeit zählen», so Adrian Mettler, Projektleiter Smart-Meter-Rollout und Leiter Smart Grid bei Repower.
Rund 65'000 Zähler bis Mitte 2027
Der Smart-Meter-Rollout bei Repower umfasst rund 65’000 Zähler. Bis Ende 2027 müssen mindestens 80% davon auf intelligente Messsysteme umgerüstet sein. Repower möchte aber bis dahin bereits alle Zähler in ihrem Netzgebiet über das neue Messsystem auslesen. «Um die grosse Menge Zählerwechsel zu bewältigen, arbeiten wir im Rollout mit dem Installationspartner cablex zusammen», erklärt Beat Putzi, Head of Metering bei esolva. «Gemeinsam übernehmen wir einen zentralen Part dieses Projekts. Aktuell verantwortet unser Team die Feinplanung sowie die komplette Installation der Zähler und Gateways im Prättigau sowie die Koordination zwischen Auftraggeber, Installationspartner und Endkunden im Netzgebiet Surselva und Engadin.»
Mehr als nur Zählerinstallation
Die Leistungen von esolva gehen weit über die reine Zählerinstallation hinaus. Von der Information der einzelnen Kundinnen und Kunden über den Wechsel bis zur Inbetriebnahme und Störungsbearbeitung übernimmt esolva grosse Teile der operativen Aufgaben. Am Standort Küblis wurden Optimierungen vorgenommen, um die Projektarbeit besser und direkt vor Ort begleiten zu können. Mit zwölf Monteuren und weiteren Fachpersonen ist esolva direkt vor Ort, bleibt flexibel und kann effizient agieren. Die enge Zusammenarbeit mit Repower wird dadurch weiter gestärkt.
Partnerschaftlich zur smarten Energiezukunft
Die Zusammenarbeit mit Repower erfolgt in engem Austausch: Die Projektleitenden beider Seiten stehen in regelmässigem Kontakt und stimmen sich laufend ab. Im gesamten Projekt sind mehr als 30 Fachkräfte von esolva und cablex involviert. Für die Datenerfassung während der Rollouts hat Repower eigens die App «REtasks» entwickelt, die den Installationsprozess digitalisiert – für eine schnelle Auftragsplanung sowie eine saubere Konfiguration und Dokumentation der Arbeiten in den betroffenen Netzgebieten.
Erfolgreiche Zusammenarbeit in der Praxis
Das Projekt verdeutlicht, wie wichtig eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit für den Erfolg eines Smart-Meter-Rollouts ist. Mit digitaler Unterstützung, regionaler Präsenz und einem eingespielten Team gelingt es, komplexe Anforderungen effizient umzusetzen. Die Partnerschaft zwischen Repower und esolva zeigt, dass technische Innovation und praxisnahe Umsetzung Hand in Hand gehen können, und schafft damit die Grundlage für eine smarte Energiezukunft.
Im Gespräch mit Adrian Mettler, Projektleiter Smart-Meter-Rollout und Leiter Smart Grid, Repower AG
Welche Herausforderung gab es zu Beginn und wie hat sich die Kooperation seit den ersten Pilotphasen entwickelt?
Der Projektstart war herausfordernd. Wir wollten ein neues, zukunftsgerichtetes Smart-Metering-System einführen, auf neue Kommunikationstechnologien setzen und gleichzeitig noch die Rundsteuerung ablösen. Die Einführung einer solchen Systemlandschaft ist komplex, da es viele unterschiedliche Kompetenzen braucht, die teilweise bereits in unserem Unternehmen und bei unseren Dienstleistern vorhanden waren, aber oft auch neu aufgebaut werden mussten. Vom Beginn des Projektes an stand uns esolva mit ihrer Erfahrung zur Seite. Mit kleinen Piloten haben wir gestartet und mit jeder Phase im Projekt sind mehr Kolleginnen und Kollegen von Repower wie auch von esolva dazugestossen. Ich glaube, dass wir uns dadurch immer besser kennenlernen konnten und so die gute Zusammenarbeit zwischen den Partnern wuchs. Schliesslich konnten wir in mehreren Phasen sowohl das System als auch unsere Organisation für den grossen Rollout gut aufstellen. Einen effizienten Massenrollout aufzugleisen, war mit dem neuen, komplexeren System sicher eine Herausforderung, die wir nun auch dank der Prozessdigitalisierung gut meistern können.
Der Smart Manager und die eigens entwickelte Software «REtasks» sind wichtige Elemente. Welche Vorteile bringen diese Eigenentwicklungen?
Einerseits das Gateway – genannt Smart Manager – unseres neuen intelligenten Mess- und Steuersystems Smartpower, andererseits unsere digitalisierte Auftragsmanagementlösung «REtasks». Die Geschichte des Smartpower-Systems ist eine längere Story. Wir haben uns früh mit den elektronischen Zählern auseinandergesetzt und uns überlegt, was die Anforderungen für eine künftige Smart-Metering-Lösung sind. Das System sollte nicht zählerzentrisch sein, sondern als Gesamtsystem betrachtet werden. Da ein solches System auf dem Markt nicht verfügbar war, entschied sich Repower, eines selbst zu entwickeln. Das System ist zwischenzeitlich erwachsen und wird durch die EVUlution AG vertrieben und weiterentwickelt. Der Vorteil des Systems beruht insbesondere auf dem sogenannten Gateway-Ansatz.
Das Gateway liest vor Ort sowohl die Zähler aus, steuert Flexibilitäten der Kundschaft an und hat Rechenkapazität für eine lokale Intelligenz. Damit kann nicht nur die alte Rundsteuerung abgelöst werden, es ist auch die Grundlage für eine intelligente Flexibilitätssteuerung, auch für neue Technologien wie Ladestationen oder Wechselrichter. Das Gateway stellt die Kommunikation zum Head-End-System des VNB über verschiedene breitbandige Kommunikationstechnologien sicher. So können Softwareupdates von Zählern und Gateways in kurzer Zeit verteilt werden. Die schnelle Verbindung ermöglicht auch den besseren Einbezug von Kundinnen und Kunden, die eine Onlineauslesung ihres Stromverbrauchs über das Kundenportal nutzen können. Dieses neue, zukunftsgerichtete System hat weitere Vorteile und wird uns sicher noch über Jahre hinweg gute Dienste erweisen. Auch bei vielen weiteren Schweizer VNB ist das System im Einsatz.
«REtasks» ist dann der Schlüssel dazu, das neue System auch effizient ausrollen zu können: Denn bei der Vorbereitung des Projekts war rasch klar, dass ein effizienter Smart-Meter-Rollout einen digitalisierten Prozess benötigt. Die Entwicklung hat sich gelohnt. Mit dem System können wir nun automatisiert Aufträge erstellen, diese Aufträge Monteuren zuweisen, welche die Arbeiten papierlos und medienbruchfrei abwickeln können, und dabei die involvierten Umsysteme automatisch konfigurieren und dokumentieren. Dank der Software erreichen wir eine qualitativ hohe und vollständige Dokumentation. Direkt nach dem Abschluss der Arbeiten vor Ort ist alles im System nachgeführt, ohne dass Personal im Backoffice dafür benötigt wird. So können bereits am nächsten Tag Messdaten im Kundenportal bezogen werden. Sogar der Wechsel von Akontorechnungen zu Quartalsrechnungen wird über «REtasks» automatisch durchgeführt. Repower hat den Fortschritt des Rollouts somit besser im Blick und die Zusammenarbeit mit esolva und ihren Subunternehmen ist stark vereinfacht.
Wie gelingt die Koordination zwischen allen Beteiligten? Welche Erfahrungen wurden mit den gemischten Teams gemacht?
Die Zusammenarbeit im Projekt mit verschiedenen internen und externen Teams ist herausfordernd. Die saubere Vorbereitung des Rollouts, das Testen der Prozesse im kleinen Rahmen, der Aufbau der Kompetenzen sowie die Digitalisierung des Installationsprozesses sind der Schlüssel zum Erfolg. Schliesslich ist der Mensch der wichtigste Faktor, gerade in einem solch komplexen Projekt. Es freut mich sehr, dass wir gute Partner gefunden haben, mit denen eine effiziente und vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich ist.
Wie reagieren Endkundinnen und -kunden auf die neuen Systeme?
Die anfängliche Skepsis ist heute nur noch selten spürbar. Inzwischen reagieren Kundinnen und Kunden positiv auf die neuen Smart Meter. Besonders Personen mit Photovoltaikanlagen oder E-Autos sind interessiert an den neuen Möglichkeiten. Vorteile wie der Wegfall sowohl von Akontorechnungen wie auch des regelmässigen Besuchs des Zählerablesers, aber auch ein Kundenportal mit aussagekräftigen Messdaten und damit der Möglichkeit, den eigenen Stromverbrauch zu optimieren, kommt bei der Kundschaft gut an.
Wie sehen die nächsten Schritte bis 2027 aus?
Wir möchten bis Ende 2027 alle Zähler in unseren Netzgebieten über das neue System fernauslesen, nicht nur die Minimalanforderung von 80%. Dabei ist das gut ausgebildete Installationspersonal von esolva in genügender Anzahl relevant. Mit dem intelligenten Mess- und Regelsystem fängt die Reise aber erst richtig an. Es ist eine der Grundlagen für ein Smart Grid. Damit können wir unser Verteilnetz besser kennenlernen, Anreize für netzdienliches Verhalten schaffen, Flexibilitäten intelligent steuern und den Konsum im Netz besser voraussagen. Es bleibt sehr spannend.
Ohne Daten kein Herkunftsnachweis
Mit dem starken Ausbau der Solarenergie hat auch eine präzise Datenerfassung an Bedeutung gewonnen. Bereits seit 2013 besteht eine Pflicht zur Erfassung von Photovoltaikanlagen ab 30 Kilovoltampere (kVA) installierter Leistung. Für Anlagenbetreiber sowie für die Verteilnetzbetreiber (VNB) bedeutet das, dass sämtliche Produktionsmengen erfasst und der nationalen Stelle Pronovo, die den Herkunftsnachweis (HKN) ausstellt, gemeldet werden müssen. Diese Daten sind für die Energiebilanz der Schweiz unverzichtbar.
Herkunftsnachweise: Pronovo im Zentrum
Pronovo AG ist die zentrale, vom Bund beaufsichtigte Vollzugsstelle für die Förderprogramme erneuerbarer Energien und für die Ausstellung von Herkunftsnachweisen (HKN) in der Schweiz. Diese Zertifikate dokumentieren Art und Menge der Stromproduktion und stellen sicher, dass Strom und Zertifikate nicht mehrfach gehandelt werden können. Über das Pronovo-Portal können Herkunftsnachweise erstellt, übertragen oder entwertet werden. Gleichzeitig führt Pronovo die schweizweite Statistik über die Stromproduktion nach Energieträgern und sorgt so für Transparenz im Zertifikatshandel.
Meldepflicht wird zur Herausforderung
Die Pflicht zur regelmässigen Datenmeldung an Pronovo bedeutet für Verteilnetzbetreiber (VNB) sowohl administrativ als auch technisch erheblichen Aufwand. Besonders anspruchsvoll ist der Umgang mit den zahlreichen Photovoltaikanlagen unter der 30-kVA-Grenze. Diese werden oft in Form von Sammelmeldungen an Pronovo übermittelt. Ein Vorgehen, das aus bilanztechnischer Sicht Probleme schafft: Der effektive Stromfluss, sprich was tatsächlich eingespeist und verbraucht wurde, stimmt häufig nicht mit den erfassten Daten überein. Ursache dafür sind meist nicht oder nur unvollständig erfasste PV-Anlagen.
«Gerade bei kleinen PV-Anlagen sehen wir oft Lücken. Wenn nicht alle Erzeugungen korrekt gemeldet werden, entsteht eine Bilanz, die nicht der Realität entspricht. Das kann die Beschaffung unnötig verteuern», erklärt Venanzi Pfister, Project & System Manager Energiedatenmanagement von esolva.
esolva entlastet die VNB
Hier setzt esolva an: esolva übernimmt für VNB die komplette Logistik betreffend Meldungen an Pronovo. Dazu gehören die Erstellung von Einspeiseprofilen, die Ergänzung von Annahmen zu nicht eingespeisten Anlagen und die systematische Prüfung auf Plausibilität. Werden fehlerhafte Daten festgestellt, analysiert esolva diese direkt im System und identifiziert die Ursache. So wird die Energiebilanz nachvollziehbar und korrekt. esolva prüft die Daten automatisiert auf Plausibilität und findet die Ursachen, wenn etwas nicht stimmt. Das entlastet die Verantwortlichen im Tagesgeschäft enorm.
Effiziente Lösungen
Die Anforderungen für VNB steigen zusätzlich mit der ab 2027 geltenden Pflicht zur flächendeckenden Einführung von Smart Metern. Auch hier steht die esolva den VNB zur Seite: Von der Fernauslesung der Zähler über die Aufbereitung der Lastgänge bis hin zur Meldung an Pronovo übernimmt esolva den gesamten Prozess. Die einzige Aufgabe des VNB besteht darin, neue Anlagen mittels Freischaltungs-E-Mail von Pronovo an esolva zu melden.
Energiezusammenschlüsse der Zukunft
Eigenverbrauch und Eigenverbrauchsgemeinschaften (EVG) sind seit 2018 fester Bestandteil der Schweizer Energiebranche. Ab nächstem Jahr werden weitere Formen von Energiezusammenschlüssen möglich. Die lokale Energiegemeinschaft (LEG) erlaubt es, Strom aus Eigenproduktion mit anderen Haushalten zu teilen. Damit öffnen sich neue Perspektiven für eine dezentrale und nachhaltige Energieversorgung. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie Energieversorger diese Entwicklungen strategisch begleiten.
Es gibt viele Möglichkeiten, Solarenergie lokal zu teilen. Ein kurzer Überblick über die Situation:
Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV)
- Mehrere Endverbraucherinnen und -verbraucher und Produzierende erneuerbarer Energie bilden gemeinsam einen Vertragspartner gegenüber dem Energieversorgungsunternehmen (EVU).
- Ein «ZEV-Manager» vertritt die Gemeinschaft und erhält eine Gesamtrechnung des EVU. Die Kosten verteilt er an die Teilnehmenden.
- Kein direkter Vertrag mit dem Verteilnetzbetreiber (VNB) und kein Anspruch auf Grundversorgung für Teilnehmende.
- Interne Messung und Abrechnung müssen selbst organisiert werden – oft mit externer Unterstützung.
- Es gibt nur einen Hauptzähler, eine ZEV ist nur ein Kunde für das EVU. Das kann zu einem Verlust der direkten Kundenbeziehung führen und birgt ein Risiko, sollte sich der Schweizer Strommarkt öffnen.
Virtuelle ZEV (vZEV)
- Teilnehmende müssen nicht mehr am gleichen physischen Messpunkt angeschlossen sein, sondern nur von derselben Verteilnetzkabine, Trafostation oder Muffe versorgt werden.
- Der Übergabepunkt wird virtuell berechnet, ein virtueller Zähler erfasst den Austausch zwischen vZEV und EVU.
- Das EVU liefert Zähler- und Messdaten (gesetzliche Pflicht).
- Die vZEV erhält eine Gesamtrechnung vom Energieversorger, die interne Abrechnung erfolgt durch die vZEV selbst.
- Es besteht keine Kundenbeziehung, jedoch weiterhin Aufwand für Zählerinstallation und Datenbereitstellung seitens EVU.
- Die vZEV wird langfristig die klassische ZEV ablösen.
Eigenverbrauchsgemeinschaft (EVG)
- Alle Teilnehmenden bleiben Kundinnen und Kunden des Energieversorgers und werden direkt abgerechnet.
- Alle Zähler gehören dem EVU, bauliche Massnahmen sind nicht nötig.
- Die Kundenbeziehung bleibt vollständig erhalten.
- Die Dienstleistung kann den Teilnehmenden in Rechnung gestellt werden.
Lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG)
- Ab 2026 sind Schweizer EVU verpflichtet, LEG zu ermöglichen (Beschluss im Mantelerlass).
- Produzierende, Verbraucherinnen und Verbraucher und Speicherbetreiber befinden sich im selben Netzgebiet und idealerweise auf derselben Netzebene – optimal für ganze Quartiere.
- Abrechnung erfolgt ähnlich wie bei einer grossen EVG; alle Teilnehmenden haben einen Smart Meter.
- Netzgebühren fallen auch auf lokal produzierten Strom an, was eine faire Kostenverteilung sicherstellt.
- Die Kundenbeziehung bleibt erhalten. Leistungen können als Dienstleistung in Rechnung gestellt werden.
Strategische Chance für EVU
Die LEG kann als erweiterte Form der EVG betrachtet werden. Für Energieversorgungsunternehmen liegt es daher nahe, nicht nur die Voraussetzungen für LEG zu schaffen, sondern gleichzeitig auch die EVG-Angebote auszubauen.
Unterstützung für EVU bei EVG, ZEV und LEG
esolva bietet Energieversorgungsunternehmen umfassende Unterstützung bei der Umsetzung von
von EVG, ZEV und LEG an. Zum Leistungsumfang gehören die Verarbeitung von Messdaten, die Ermittlung der Anteile aus Eigenproduktion und Netzbezug für alle Teilnehmenden sowie Bereitstellung dieser Werte für das jeweilige Verrechnungssystem.
Darüber hinaus übernimmt esolva auf Wunsch auch die Endkundenabrechnung, berät bei der Tarifgestaltung und unterstützt bei der Einrichtung diverser Systeme. Mit verschiedenen Dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette lassen sich Prozesse effizient gestalten und gesetzliche Vorgaben zuverlässig nutzen.
Für viele EVU ist die Abrechnung von EVG eine echte Herausforderung. esolva sorgt dafür, dass Prozesse reibungslos funktionieren und die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Gleichzeitig unterstützt esolva mit praxisnahen Lösungen, die sich flexibel an die jeweiligen Strukturen anpassen lassen, etwa bei der Datenaufbereitung, der Abrechnung oder der Integration in bestehende Systeme.
Wachstum mit dem Markt
Der veränderte Energiemarkt und die steigenden Anforderungen an Netzbetreiber und Energieversorger gehen auch an esolva nicht spurlos vorbei. Immer mehr Anfragen und Aufträge, eine wachsende Kundschaft und zusätzliche Fachkräfte – esolva wächst mit. Neue Standorte und erweiterte Dienstleistungen stärken die Basis für eine erfolgreiche Zukunft.
Veränderte Marktbedingungen fördern Wachstum
Zunehmende Regulierung, der Ausbau erneuerbarer Energien und die steigenden Anforderungen an Netzbetreiber und Energieversorger führen zu komplexeren Prozessen und einem wachsenden Bedarf an spezialisierten Dienstleistungen. Für Energieversorger wird es immer anspruchsvoller, alle Aufgaben mit eigenen Ressourcen abzudecken, vom Zählermanagement über die Energiedatenverarbeitung bis hin zur Cybersecurity.
CEO Jean-Marc Schreiber bringt es auf den Punkt: «Unsere Branche verändert sich in rasantem Tempo. Netzbetreiber und Energieversorger stehen vor der Herausforderung, gesetzliche Vorgaben einzuhalten und gleichzeitig effiziente, digitale Prozesse sicherzustellen. Es braucht eine Partnerin, die beides versteht: die regulatorische Seite und die praktische Umsetzung.»
Die esolva hat ihr Angebot in den letzten Jahren kontinuierlich erweitert. Konkret wurden Fachkompetenzen in den Bereichen Energieverrechnung, Abacus Financial Services sowie ICT-Security auf- und ausgebaut. Damit können die steigenden Anforderungen der Branche erfüllt und die Kundschaft gezielt entlastet werden.
Zwei Umzüge und ein neuer Standort
Das Wachstum spiegelt sich auch in der Infrastruktur wider. An der Fürstenlandstrasse 122 in St. Gallen ist ein neuer Standort mit modernen Büroräumlichkeiten entstanden. Es wurden rund 16 Arbeitsplätze geschaffen – eine Investition in Arbeitsqualität und Kundennähe.
Um noch näher bei den Kundinnen und Kunden in der Region Mittelland zu sein, eröffnete esolva zudem einen neuen Standort im Kanton Aargau. Mit den Büros an der Hintermättlistrasse 1 in Mägenwil ist esolva neu auch in dieser Region fest verankert und bietet kurze Wege für Beratung, Dienstleistungen und den persönlichen Austausch.
Ein weiterer Meilenstein folgte im Herbst 2025: der Umzug des Standorts Landquart. Seit September befinden sich die Büros an der Bahnhofstrasse 13, nur wenige Gehminuten vom alten Standort entfernt. Die neue Arbeitsumgebung bietet nicht nur zeitgemässe Ausstattung, sondern auch viel Raum für Zusammenarbeit, Innovation und Wachstum.
Blick nach vorne
Mit dem Wachstum in Projekten, Fachkompetenzen und Standorten stellt sich esolva den veränderten Bedingungen des Energiemarktes. Die Nähe zu den Kundinnen und Kunden, kombiniert mit technologischem Fortschritt, «Service Excellence» und einem engagierten Team, bildet die Basis für eine erfolgreiche Zukunft.
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Bleib am Puls der aktuellen Vorschriften und erweitere dein Know-how: Unser NIN-Weiterbildungskurs vermittelt dir die neusten Normen und praxisnahes Wissen rund um die Elektroinstallationen. So bist du bestens gerüstet, um dein Fachwissen direkt im Arbeitsalltag einzusetzen. Melde dich jetzt an und sichere dir deinen Platz:
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Fachtagung Meter-to-Cash & ICT
An der Fachtagung am 22. und 29. April 2026 stehen aktuelle Entwicklungen entlang des Meter-to-Cash-Prozesses sowie der ICT im Mittelpunkt. Am Vormittag erwarten dich praxisnahe Einblicke in digitale Prozesse, Systemlösungen und Smart-Meter-Technologien mit Abacus, innosolv und Landis+Gyr. Der Nachmittag steht ganz im Zeichen der ICT – von SOC über CISO bis hin zu einer Podiumsdiskussion rund ums Thema OTX.
Agenda
5. Mai 2026
Bahntagung – Energie/Traktion und Automation/Digitalisierung, Trafo Baden
www.bahntagung.ch
16. – 18. Juni 2026
Powertage, Messe Zürich
www.powertage.ch
24. Juni 2026
Verteilnetzforum, GDI Gottlieb Duttweiler Institute, Rüschlikon
www.verteilnetzforum.ch