esolvaNEWS Ausgabe März 2020 - esolva ag
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März 2020

esolvaNEWS Ausgabe März 2020

Projekte von der Idee bis zur Realisierung

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Ohne Innovationen würden wir heute noch Steine schleppen

Den Ideen und Hinweisen unserer Mitarbeiter wird ein hoher Stellenwert zugewiesen. Deshalb ist «Innovation» Teil unserer Strategie. Eine Innovationsplattform unterstützt uns dabei.

Der in vielen Varianten erzählte Witz lautet ungefähr folgendermassen: Höhlenmenschen schleppen schwere Steine zur Höhle. Einer aber ist schlau und bietet ihnen das gerade erfundene Rad an. Die anderen sagen aber: «Nein danke, wir sind zu sehr mit Steineschleppen beschäftigt. » Obwohl der Witz allgemein bekannt ist, ist das Risiko weiterhin hoch, im Rausch des Tagesgeschäfts in diese Falle zu tappen.

Genau deshalb ist ein ideengestützter Innovationsprozess Teil unserer Strategie. Schon heute ist die esolva in vielen extern sichtbaren innovativen Projekten involviert. Auch intern werden Prozesse laufend verbessert und neue Produktideen ausprobiert – stets zum Vorteil für dich!

Um uns auch im neuen Jahrzehnt stetig weiterzuentwickeln, haben wir dieses Jahr eine neue Innovationsplattform aufgebaut. Die Plattform ermöglicht es jedem Mitarbeitenden, Ideen, Probleme oder auch Hinweise auf bestimmte Marktsituationen der Allgemeinheit mitzuteilen, sodass neue Produkte und Verbesserungspotenziale laufend geprüft werden.

Eingaben können in zwei Formen kommen. Zum einen gibt es Kampagnen, in denen spezifische Fragestellungen behandelt werden, beispielsweise: «Wie können wir unser Produkt X für Kunden interessanter machen?» Es können aber auch jederzeit allgemeine Eingaben gemacht werden, die in keine Kampagne passen. Sind diese Eingaben interessant genug, können sie zu separaten Kampagnen führen. Die systematische Eingabe und Bearbeitung von Eingaben fördert eine allgemein innovative Firmenkultur in der esolva, die letzlich dir als unseren Kunden zugutekommt.

Revidierte NIN seit 1. Januar 2020 in Kraft

Der Alltag eines Elektroinstallateurs wird von der Niederspannungs-Installationsnorm (NIN) sowie von der Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV) bestimmt. Per
1. Januar 2020 wurde die NIN überarbeitet. In der revidierten Norm werden die Themen Brandschutz, Auswahl von Kabeltypen sowie das Messen und Protokollieren intensiv behandelt. Des Weiteren wird dem aktuellen Thema E-Mobility mit den Autolade-
stationen erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt. Das Ladestationsnetz im Schweizer Energiemarkt wird stets grösser. Das verlangt von den Fachleuten Knowhow, welches mit der neuen Norm vermittelt wird. Nicht zuletzt wurden auch die Vorgaben für die Kontrolle von besonderen Räumen angepasst.

NIN 2020 Weiterbildungskurs am 25. und 26. März 2020

Um den betroffenen Fachpersonen das Nachschlagen und Erlernen der neuen Normen zu erleichtern, bieten wir am Mittwoch, 25. März und Donnerstag, 26. März 2020 je einen NIN 2020 Weiterbildungskurs an unserem Hauptsitz in Weinfelden an. Ist das auch für dich spannend? Dann freuen wir uns auf deine Anmeldung.

An diesem Tag erwarten dich einerseits Neuigkeiten aus den Gremien VSEK, NIV und
TK 64. Andererseits erhältst du Fachinformationen sowie direkte Praxisanwendungstipps von Pius Nauer, Direktor Stv. / Leiter Elektro- und Kommunikationstechnik beim
STF Winterthur. Durch das Programm führt Franco Storniolo, unser Bereichsleiter Sicherheit.

Die technischen Möglichkeiten schreiten so schnell voran, dass die Fachleute oft schon Kontrollen von neuen technischen Apparaten und Installationen durchführen, bevor die Normen dazu bekannt sind.

Franco Storniolo, Bereichsleiter Sicherheit

Franco Storniolo

Schützt ein zertifiziertes iMS vor Cyberangriffen?

Die StromVV gibt vor, dass für das Smart-Meter-Rollout nur überprüfte intelligente Messsysteme (iMS) eingesetzt werden dürfen. Ein zertifiziertes System schützt nicht automatisch vor allen Cyberangriffen. Es muss auch die Anforderungen im Betrieb abdecken. Nur dann kann ein gutes Sicherheitsniveau erreicht werden.

Sicherer Betrieb eines iMS

Durch die Zertifizierung der iMS ist gewährleistet, dass bei allen Systemen gewisse Mechanismen, die zur Datensicherheit beitragen können, eingebaut sind. Doch entscheidend ist, wie diese im Betrieb umgesetzt werden. Dazu gehört z.B. die sichere Konfiguration des Systems, Härtung genannt. Darunter fallen neben dem Ändern von Standardpasswörtern auch das Deaktivieren von nicht genutzten Funktionen. Ein iMS besteht aus mehreren Komponenten. Vom intelligenten Messgerät über das Kommunikationssystem bis zum Zählerdatenverarbeitungs-
system müssen alle Komponenten betrachtet werden. Das iMS bettet sich in eine bereits vorhandene IT-Infrastruktur ein und beinhaltet Schnittstellen zu weiteren Systemen. Die Sicherheit eines Systems kann nur gewährleistest werden, wenn die gesamte IT-Infrastruktur betrachtet wird. Eine Schwachstelle in einem Umsystem kann dazuführen, dass sich unberechtigte Personen Zugang zum iMS verschaffen können.

Die Technik allein reicht nicht aus

Rein technische Massnahmen genügen nicht, es braucht auch ausreichende organisatorische Massnahmen. Darunter fallen etwa die Abmachungen mit dem Systemlieferanten, dieser besitzt für Wartungsarbeiten häufig Remotezugriff auf das installierte iMS. Im Endeffekt tragen zudem alle Mitarbeiter zur
Sicherheit eines Systems bei, denn die meistens erfolgreichen Angriffe erfolgen über den Mitarbeiter z.B durch gezielte Phishing-Mails. Nur wenn alle diese Rädchen perfekt ineinandergreifen, erreicht man ein hohes Sicherheitsniveau und eine gute Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberangriffen.

Schutzumbau

Lebensdauer der Schutzgeräte
in Mittelspannungsanlagen
verlängern

In Trafostationen wird mit periodischen Relaisprüfungen die Zulässigkeit der Schutzeinrichtungen geprüft. Zieht das eine Erneuerung nach sich, sind die Fachpersonen beim Umbau gefordert – unter voller Spannung.

End-of-Live der Netzschutzeinrichtungen

Nach rund 20 Jahren sind die Schutzgeräte am Ende ihrer Lebensdauer angelangt. Bei periodischen Prüfungen werden dann vermehrt Abweichungen von den zulässigen Toleranzen oder Fehlfunktionen festgestellt und Ersatzteile sind meist nicht mehr erhältlich. Da die Betriebslaufzeit der Mittelspannungsschaltanlage 30 und mehr Jahre beträgt, erlaubt es der Einbau eines neuen Schutzgerätes, die Anlage bis zum Ende ihrer erwarteten Lebensdauer sicher zu betreiben. Gleichzeitig bieten moderne digitale Schutzgeräte zusätzliche Funktionen, um die Anlagen und die angeschlossenen
Transformatoren noch sicherer zu betreiben.

Umbau unter Spannung

Um eine hohe Versorgungssicherheit auch beim Umbau zu gewährleisten, steht die gesamte Anlage während der Installationsarbeiten unter Spannung. Für den Einbau der neuen Schutzgeräte werden jeweils die einzelnen Anlagefelder freigeschaltet. Das erfordert von den Fachpersonen höchste Konzentration und Flexibilität. Denn oft stehen in der Nähe von Mittelspannungsanlagen Industriebetriebe – da eignet sich ein Nachteinsatz am besten, um deren Betrieb nicht zu unterbrechen.

Neuverdrahtung im Steuerschrank bedingt neue Schutzparameter

Der Einbau des neuen Schutzgerätes bringt meist eine komplette Neuverdrahtung mit sich. Das ist aber kein Problem, denn die Fachpersonen vor Ort sind auch dafür ausgebildet. Die VDENorm «Leitfaden zum Einsatz von Schutzsystemen in elektrischen Netzen, 2009» legt die Anforderungen für alle elektrischen Sicherheitseinrichtungen fest. Anhand dieser Norm überprüfen die esolva-Schutztechniker nach dem Umbau die Schutzeinrichtung auf die korrekte Funktion. Auf Kundenwunsch können die Schutzparameter gemäss den aktuellen Netzberechnungen auch direkt auf das Schutzgerät geladen werden.

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Betriebsführung: Ist das immer noch Chefsache?

Veränderte Marktbedingungen stellen für Energieversorgungs-
unternehmen (EVU) eine grosse Herausforderung dar. Dezentrale Einspeisung, Eigenverbrauchsgemeinschaften, steigende Anforderungen im Bereich Messung und Messdaten sind nur einige Beispiele. Da stellt sich schon die Frage: Soll ich
das alles wirklich noch selbst managen?

Viele Gemeinden sind selbst Verteilnetzbetreiber und somit für die Sicherstellung der Elektrizitätsversorgung verantwortlich. Infolgedessen werden die EVU oft von Mitgliedern des Gemeinderats geführt. Ist das noch zeitgemäss und der Aufwand angemessen vertretbar?

Entlastung des Gemeinderats vom operativen Geschäft

Die operativen Tätigkeiten eines EVU-Betriebsleiters umfassen neben der ganzen Koordination mit anderen Werken, den Kommissionen usw. auch die Kundenbetreuung sowie die administrativen Aufgaben im Finanzbereich mit vorausschauenden Mehrjahresplänen. Weiter gehören auch die Abstimmungen mit den Regulatoren zum Aufgabengebiet. Speziell die zunehmend komplexer werdenden strategischen Aufgaben stellen hohe Anforderungen an das Werkpersonal. Bleibt für all diese Arbeiten zu wenig Zeit oder ist das Know-how bei einem Führungswechsel noch nicht aufgebaut, bietet sich die Chance, auf die Unterstützung der esolva zurückzugreifen. Du wählst deinen individuellen Leistungsumfang – spielend einfach.

Warum die Betriebsführung auslagern? Die Vorteile für das EVU liegen auf der Hand:

  • ein funktionierendes, schlank organisiertes Werk
  • Kompetenzen über alle Bereiche eines EVU gebündelt
  • ein Ansprechpartner mit langjähriger Erfahrung in der gesamten Energiewertschöpfungskette
  • redundante Personalkapazitäten, essenziell bei Abwesenheiten und für die Pikettlösung
  • nachhaltige operative Entlastung des verantwortlichen Gemeinderates
  • eigene Skalierbarkeit des Mandats nach effektivem und aktuellem Bedarf
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WWZ startet Smart-Meter-Rollout

Im Frühling 2019 hat die WWZ AG aus Zug die erste Phase ihres Smart-Meter-Rollouts gestartet. Diese Phase diente hauptsächlich dazu, die Prozesse mit Blick auf das komplette Rollout zu prüfen.

Die technische Machbarkeit des Smart Meterings wurde in der Schweiz bereits anhand hunderttausender installierter Smart Meter bewiesen. Jedoch hat jedes Energieversorgungsunternehmen (EVU) unterschiedliche Rollout-Prozesse und genau diesem Thema hat sich WWZ vertieft gewidmet.

Phase 1: Test der Rollout-Prozesse

In der ersten Phase war der Test aller Prozesse rund um das Rollout im Fokus. Dabei wurden die Zählertypen und deren Datenkonzentratoren sowie die gesamte Kommunikationstechnik auf Herz und Nieren geprüft. Die Einschätzung und Beurteilung der Kommunikationsqualität war ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Phase 1. Einen weiteren Prüffaktor stellte das Datenverarbeitungssystem dar. Weil die Komplexität dieser Systeme auch durch das Smart Metering zunimmt, vertraut WWZ deren Bewirtschaftung der esolva als Dienstleistungspartnerin an. Während der Phase 1 konnte zudem der Bedarf an eigenen Ressourcen abgeschätzt werden.

Zusammengefasst konnte sowohl das Projektteam seitens WWZ wie auch das Team der esolva wertvolle Erfahrungen sammeln, die nun in die zweite Phase des Rollouts einfliessen.

Phase 2: Umsetzung des Smart-Meter-Rollouts im gesamten Versorgungsgebiet

Zwischenzeitlich hat WWZ die Aufträge der zweiten Phase nach der öffentlichen Ausschreibung vergeben. Während der nächsten Jahre wird das Rollout etappenweise vollzogen. Im Fokus steht die Automatisierung der Prozesse, insbesondere der Zählerwechselprozesse. Das Team der esolva freut sich auf die weitere partnerschaftliche Zusammenarbeit mit WWZ.

Als Gesamtprojektleiter ist mir ein offener Austausch unter allen Projektbeteiligten sehr wichtig. Da muss auch Platz sein, um bei Problemen gemeinsam
nach Lösungen zu suchen. Ein respektvoller Umgang auf Augenhöhe ist für mich zentral – diesen pflegt das esolva-Projektteam.

Bodo Hildebrandt, Gesamtprojektleiter Smart-Meter-Rollout, WWZ AG

Bodo Hildebrandt

Kurzmeldungen

Innovationsforum Energie am 19. und 20. März 2020

Das 10. Innovationsforum Energie verspricht hochkarätige Referate zu aktuellen Themen der Energiewirtschaft. Einerseits wird die Konvergenz der Systeme unter die Lupe genommen, andererseits erhält auch die ganze Datenthematik eine Plattform. Wie sieht das bei dir aus – hast du in diesen Bereichen auch mit Herausforderungen zu kämpfen?

Wir wollen es wissen und mit dir diskutieren. Mitarbeitende der esolva sind vor Ort und freuen sich auf den persönlichen Austausch mit dir an unserem Stand in der Networking-Zone.

esolvaBLOG: Leitfaden zum Eigenverbrauch

Immer mehr Eigentümer von PV-Anlagen wollen den erzeugten Strom in der eigenen Liegenschaft verbrauchen, daraus entsteht die sogenannte
«Eigenverbrauchsgesellschaft» oder der «Zusammenschluss zum Eigenverbrauch». Die beiden Begrifflichkeiten und deren Eigenschaften werden oft verwechselt. Das macht es für das EVU nicht einfach, Kunden entsprechende Angebote zu unterbreiten. Was gilt jetzt, was muss unbedingt beachtet werden und welche Konsequenzen hat das für dein EVU?

Wir haben es im aktuellen esolvaBLOG für dich zusammengefasst.

Agenda

Powertage
16. bis 18. Juni 2020, Messe Zürich
www.powertage.ch

8. Energiekongress
19. Juni 2020, Olma Messen, St. Gallen
www.energiekongress.ch

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