Kunde im Fokus: Sicherheit & seriöse Planung - esolva ag
KeyVisual_Netzplanung

November 2020

Kunde im Fokus: Sicherheit & seriöse Planung

Keyvisual_Sicherheit

Erfolgreiches Re-Audit
der akkreditierten
Inspektionsstelle

Im Herbst 2020 fand in Weinfelden das Re-Audit für die akkreditierte Inspektionsstelle statt. Dabei wurden die Beteiligten auf Herz und Nieren geprüft, ob alle Richtlinien nach EN-17020 korrekt eingehalten sowie gelebt werden.

Was steht hinter der Zertifizierung nach EN-17020?

Die esolva ist von der Schweizerischen Akkreditierungsstelle (SAS) befähigt, die Kontrolle von Spezialinstallationen wie Bahnanlagen, explosionsgefährdete und medizinisch genutzte Bereiche sowie die Überwachung der eingeschränkten Installationsbewilligung gemäss Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV) und Beglaubigung von Photovoltaik- sowie Wasserkraft-Produktionsanlagen durchzuführen.

Fusionierte Systeme als besonders positiv bewertet

Ein besonderes Augenmerk galt den fusionierten Systemen, namentlich den Prozessen und Dokumenten. Mit dem neuen Dokumentenmanagement «QM-Pilot» konnte die esolva-Crew die Auditoren begeistern.

Prüfung im administrativen Bereich und auch bei der Arbeit live vor Ort

Am Vormittag wurden einerseits die definierten Prozesse und die Unternehmens-
organisation sowie deren Unabhängigkeit von den leitenden Gutachtern der SAS analysiert. Andererseits verlangten die Auditoren den Nachweis über das Wissen sowie die regelmässigen Weiterbildungen der Mitarbeitenden. Des Weiteren wurde auch überprüft, ob die Messmittel normkonform gewartet werden.

Im zweiten Teil überprüften die Experten des Auditorenteams das Fachwissen der esolva-Mitarbeitenden anhand von konkreten Praxisbeispielen. Beim diesjährigen Re-Audit wurde eine Bahnanlage unter die Lupe genommen. Das Ergebnis überzeugte. Alle Inspektoren wurden in den Audits als fachkompetent, motiviert und engagiert beurteilt.

Mobile Instandhaltung: zuverlässig, effizient & einfach

Die Anforderungen an Qualität und Dokumentation im Zuge der Instandhaltung von elektrischen Anlagen steigen stetig. Gleichzeitig stehen dafür immer weniger personelle Ressourcen zur Verfügung. Effizienz ohne Abstriche bei Qualität und Leistungsumfang lautet die Devise.

Mobile Instandhaltungslösung weist den Weg

Die Mitarbeitenden des Bereichs Instandhaltung sind mit einem Tablet ausgerüstet. Darauf ist eine spezielle Software, die eine Kontrolle fälliger Anlagen und Objekte direkt auf dem elektronischen Werkplan des Gebietes anzeigt und farblich markiert, installiert. Der aktuelle Standort des Mitarbeitenden wird ebenfalls angezeigt, was das Auffinden der zu kontrollierenden Objekte vereinfacht und eine Verwechslung praktisch ausschliesst.

Dateneingabe direkt vor Ort

Vor Ort wird via Tablet die entsprechende Checkliste aufgerufen und abgearbeitet. Die Resultate der einzelnen Kontrollpunkte werden direkt im Tablet eingetragen und via Mobilfunk-Verbindung in die Datenbank übertragen. Mit diesem Ablauf ist nicht nur die Vollständigkeit der Kontrolle sichergestellt, die Daten sind auch jederzeit zentral verfügbar. Checklisten und vordefinierte Attribute / Antworten können vom System-
administrator individuell angepasst werden. Für jedes Objekt wird ein elektronisches Protokoll erstellt. Dieses enthält die Auswertung und die Beurteilung der Daten. Der Instandhaltungsbericht umfasst auch Hinweise auf allfällige Mängel sowie Vorschläge für konkrete Massnahmen zur Fehlerbehebung. Eine spielend einfache Erleichterung!

Aktuelle Messdaten zu den Belastungen im Netz sind elementar. Je höher die Qualität der Messdaten ist, desto genauer können die Versorgungsnetze simuliert
werden und allfällige Überlastungen oder Engpässe frühzeitig erkannt werden.

Peter Morf, Leiter Engineering

Peter Morf
Clean-Up

Den Störern auf der Spur

Wer kennt es nicht – Ende Monat stehen die Verrechnungen an, aber nicht alle Messdaten sind im Hause. Das sind unangenehme Momente, die müssen nicht sein. Ein Clean-Up deckt die verschiedenen Faktoren auf.

Die Gründe für das Fehlen der Messwerte sind vielfältig und hängen mit diversen Einflussfaktoren zusammen. Welche Faktoren könnten das sein? Wie lässt sich die Anzahl fehlender Messpunkte auf ein Minimum reduzieren?

Warum ein Clean-Up für das Versorgungsgebiet sinnvoll ist

Messdaten bilden die Basis für den Strommarkt, die Bilanzierung und die Meldung von Herkunftsnachweisen – werden aber auch als zukünftige Planung des Netzgebietes sowie für die Stromabrechnung benötigt. Umso wichtiger sind lückenlose Daten. Gibt es trotzdem mal eine Datenlücke, können mit dem Clean-Up Störquellen im Netz detektiert, Geräteparametrierungen angepasst, Entstörfilter installiert und Kommunikationsmodule ersetzt werden. Das spart Zeit und Kosten. Denn nur mit der pünktlichen Datenlieferung kann auch die Verrechnung zeitnah ausgelöst werden. Ein Clean-Up hat noch weitere Vorteile. Die erfahrenen Fachleute durchleuchten beim Clean-Up die Systemlandschaft von der Datenbank bis zum Zähler. Somit hat das Energieversorgungsunternehmen (EVU) einen Ansprechpartner, der die Systemlandschaft sehr gut kennt und nicht nur eine reine Netzanalyse vor Ort durchführt.

Die Störquellen sind so vielfältig wie die gesamte Smart-Meter-Landschaft

Es gibt verschiedene Szenarien, weshalb ein Smart Meter für die Datenauslesung nicht erreicht werden kann. Kommunikationsseitig sind Störungen der genutzten Kommunikationsfrequenzen eine mögliche Ursache. Weiter könnte es auch sein, dass das PLC-Signal bis zum Zähler soweit gedämpft wird, dass es vom Gerät nicht mehr ausgewertet werden kann. In vielen Fällen liegt sogar eine Kombination der beiden Szenarien vor. Mit professionellen Messgeräten identifizieren die Fachpersonen vor Ort via dem Clean-Up-Prozess die Szenarien und finden gemeinsam mit dem EVU die Lösung dafür.

Gute Beziehungen und eine offene Kommunikation sind das A und O. Dabei sind uns Feedbacks – seien sie kritisch oder positiv - wichtig. Die kritischen Feedbacks helfen uns, uns stetig zu verbessern. Die positiven Feedbacks motivieren uns, weiterhin eine qualitativ hochstehende Dienstleistung zu erbringen.

Jörg Weyermann, Leiter Metering & Datenmanagement

Jörg-Weyermann_Portrait

Netz- und Energiebilanzierung: Ähnlich, aber nicht gleich

Eine der essenziellen Gründe, weshalb Energieversorgungsunternehmen (EVU) ein so detailliertes Energiedatenmanagement machen, ist, um die Netz- und Energiebilanzierung durchführen zu können. Im Grunde sind beide Bilanzierungen voneinander getrennte Prozesse, die aber immer wieder vermischt oder durcheinandergebracht werden. Wir klären auf.

Die Erfüllung der Branchenvorgaben

Die Netz- und Energiebilanzierung ermöglichen dem Verteilnetzbetreiber (VNB) die Branchenvorgaben gemäss SDAT-CH und Metering Code Schweiz zu erfüllen. So wird der VNB aufgefordert, gemäss Absatz 6.6.1 Metering Code Schweiz, die relevanten summierten Messdaten den Marktakteuren zur
Kontrolle und Abrechnung zur Verfügung zu stellen. Ausserdem muss er jegliche in seinem Netzgebiet verbrauchte Energie den Bilanzgruppen und Lieferanten zuordnen.

Die Netzbilanzierung: Was wirklich fliesst

Bei der Netzbilanzierung wird die Gesamteinspeisung im Netz der Gesamtentnahme im Netz gegenüber-
gestellt. Da das Netz nichts speichern kann, müssen diese beide Summierungen gleich gross sein. Es handelt sich somit um die Bilanz der physisch geflossenen, bzw. gemessenen Ströme im Netz.
Die Gesamteinspeisung besteht aus der Einspeisung der Vorliegernetze und der Gesamtproduktion innerhalb des Netzes. Dem stehen die Verbraucher gegenüber. Davon gegeben sind die lastgang-
gemessenen Verbraucher, während die Netzverluste aus historischen Daten geschätzt werden und der virtuelle (nicht lastganggemessene) Kundenpool über diese Bilanz bestimmt wird.

Energiebilanzierung: Was gehandelt wird

Analog zur Netzbilanzierung werden bei der Energie-
bilanzierung die Energiebeschaffung und der Energieabsatz gegenübergestellt. Das Ziel ist es, die tatsächliche Beschaffung aus dem Markt beziehungsweise von Vorlieferanten zu bestimmen. Hierfür wird zuerst der Gesamtabsatz bestimmt, indem die gemessenen Werte vom Absatz der Wiederverkäufer und den lastganggemessenen Kunden (in und ausserhalb des eigenen Netzgebiets) mit dem virtuellen Kundenpool und den Netzverlusten addiert wird. Da die Produktionen der Wiederverkäufer, der Lieferanten und der kleinen PV-Anlagen (Einspeiseprofile) gegeben sind, lässt sich jetzt die Beschaffung aus dem Markt einfach ausrechnen. Die Rechnung der Vorlieferanten ist somit überprüfbar.

Boot

Elektrokontrolle auf hoher See

Der Sicherheit von Schiffen und Booten gebührt eine hohe Aufmerksamkeit. So benötigen auch die Seetransportmittel für die Elektroinstallationen über 24 V eine regelmässige Kontrolle. Die Überwachung und Aufforderung der Kontrollen übernimmt die Seepolizei – die Arbeiten seitens esolva führt ein ausgewiesener Kontrolleur durch, der privat selber der Leidenschaft der Schiffskultur frönt.

Als rechtliche Grundlage dient hierfür die ESTI Weisung Nr. 607 (Elektrische Installationen auf Schiffen), Binnenschifffahrtsgesetz, insbesondere Art. 125 und 126, NIV, EN Normen, NIN sowie die anerkannten Regeln der Technik wie EN-Normen, Germanischer Lloyd (jetzt DNV GL Group) sowie Lloyds Register of Shipping.

Seepolizei fordert die Besitzer zur Kontrolle auf

Die Seepolizei sendet an den Besitzer die Aufforderung für die periodische Kontrolle oder bei einem Umbau für die Abnahmekontrolle. Die periodischen Kontrollen für die Seefahrzeuge unterstehen einem 10-jährigen Prüfintervall. Nach erfolgreicher Kontrolle wird der Sicherheitsnachweis (SiNa) der Seepolizei zugestellt.

Die grössten Herausforderungen bei einer Seekontrolle

Viele Seetransportmittel kommen aus dem europäischen Raum, von Amerika oder dem Vereinigten Königreich. Dies macht jede Kontrolle speziell, da die Vorschriften der Herstellerländer auch gelten und die Schweizer Normen nur teilweise angewendet werden dürfen. Des Weiteren sind die zu prüfenden Objekte vielfach in den komplexen Baukonstruktionen schwer erreichbar. Das erfordert beim Kontrolleur breites Fachwissen mit hoher Flexibilität.

Welche Aufgaben führt der esolva-Spezialist bei einer Kontrolle durch?

  • Kontrolle des technischen Zustandes aller elektrischer Installationen
  • Aufnahme aller Geräten und Installationen über 24 V in ein spezielles Mess- und Prüfprotokoll
  • Kontrolle von Konformitätserklärungen und Zertifikaten
  • Messungen wie Isolationsmessung, Kurzschlussstrom-Messung, RCD-Messung und Niederstrommessung nach NIV
  • Überprüfung der galvanischen Isolatoren, EX-Zone (Motorraum Benzin), Kontrolle der Lüftung, Warnhinweise und Stromaggregate
  • gesamte Administration mit Mängelbericht, Ausfüllen des Sicherheitsnachweises und Versenden an die Seepolizei sowie allfälliger Nachkontrollen

Die Kontrolle der Seefahrzeuge ist mit grosser Leidenschaft verbunden – für den Kontrolleur wie auch für den Eigentümer. Deshalb legt die esolva viel Wert auf die seriöse Prüfung nach den neusten Standards und Richtlinien.

Planung_quer_4

Elektroplanung, Bau- und
Projektleitung für den Erweiterungsbau der Chocolat Bernrain

Im Herbst 2019 setzte Chocolat Bernrain den Spatenstich für den Erweiterungsbau der Schokoladenfabrik in Kreuzlingen. Das Traditionsunternehmen setzte bei der Planung, Bau- und Projektleitung auf die esolva.

Das Bauprojekt der Schokoladenfabrik vereint süssen Schokoladenduft und Nachhaltigkeit miteinander. Die Planung sowie Bau- und Projektleitung wurde dem Engineering-Team der esolva übertragen. Mittels schrittweiser Planung und dem stetigen Blick auf die strengen Hygienevorschriften eines Lebensmittelproduzenten wurde das Vorhaben in die Tat umgesetzt; ein Spiel zwischen Starkstrom,
Schwachstrom, Gebäudetechnik und diversen Netzwerken. Um ein reibungsloses Funktionieren der einzelnen Hausinstallationen zu garantieren, arbeitete das Engineering-Team eng mit dem Architekten sowie den Verantwortlichen der Schokoladenfabrik zusammen.

Unterbruchsfreie Anbindung an das lokale Versorgungsnetz

Um die Schokoladenfabrik mit der deutlich höheren Menge an Energie zu beliefern, wurde die komplette Mittelspannungsversorgung ab dem Netz der Technischen Betriebe Kreuzlingen ersetzt. Die Einspeisung ab dem Mittelspannungsnetz forderte das Planungsteam heraus. Dank seriöser und professioneller Detailplanung gelang der Projekt- und Bauleitung die reibungslose Anbindung an das Netz der Technischen Betriebe Kreuzlingen. Chocolat Bernrain hat sich bewusst für den lokalen Energiepartner entschieden.

Intelligente Lichtsteuerung

Perfekte Lichtverhältnisse sind für Arbeitnehmende enorm wichtig, dies gilt auch für die Produktionsstätte der Schokoladenfabrik. Die Lichtfarbe der künstlichen Beleuchtung wird über den Tagesverlauf verändert und folgt so dem natürlichen Verlauf des Tageslichts. Bei der Wahl des richtigen Anbieters bis zur Planung sowie Installation einer nachhaltigen Lichtsteuerung stand die esolva der Chocolat Bernrain beratend sowie ausführend zur Seite – und das spielend einfach.

Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen seitens Chocolat Bernrain hat das esolva-Team sehr geschätzt. Wir sagen Merci und freuen uns auf die kommenden Projekte mit euch!

Mit dem esolva-Projektteam durfte ich einen engagierten und fachkundigen Partner erleben, der uns an allen Ecken unterstützt hat. Dies auch in Themen, die nicht zum Kerngeschäft der esolva gehören. Ich konnte jederzeit auf eine offene sowie lösungsorientierte Kommunikation zählen.

Roger Näf, Leiter Technik, Chocolat Bernrain AG

Foto_Roger_Naef

Kurzmeldungen

Letzte Chance für die Umrüstung der 2G Module

Hast du alle 2G Module in den Stromzählern und Datenkonzentratoren deines Versorgungsgebietes umgerüstet? Die 2G Technologie der Swisscom wird per Ende 2020 nicht mehr unterstützt. Ohne aktive Umrüstung sind ab 1. Januar 2021 keine Zählerdaten mehr vorhanden. Wir helfen dir, dies zu verhindern. Und sollte dein eigenes Montagepersonal schon ausgebucht sein, stellen wir dir temporär entsprechende Ressourcen zur Verfügung. Melde dich bei deinem persönlichen Ansprechpartner – wir sind für dich da.

Präventiver Einsatz von Thermografie

Wenn bei einem Umbau Kernbohrungen vorgenommen werden müssen, besteht ein erhebliches Risiko, beispielsweise die im Boden liegenden Heizleitungen zu beschädigen. Die damit entstehenden Umtriebe und grossen finanziellen Mehrkosten gilt es zu vermeiden. Die thermo-
grafische Analyse mit der Thermografiekamera kann den Verlauf der Bodenheizung exakt visualisieren. So können die freien Stellen für die Bohrungen markiert werden – ein Plus für alle beteiligten Parteien. Mehr zum Thema Thermografie unter www.esolva.ch/sicherheit

Agenda

Innovationsforum Energie
30. und 31. August 2021, Zürich Marriott Hotel
www.innovationsforum-energie.ch

NIN 2020 Weiterbildungskurs
5. und 6. Mai 2021, Pfarreizentrum Weinfelden
www.esolva.ch/nin-2020

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